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Basteln mit Kindern unterschiedlichen Alters: So gelingt ein gemeinsamer Nachmittag

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Wenn beim Basteln alle gleichzeitig Hilfe brauchen, bleibt von einem entspannten
Nachmittag oft nur wenig übrig.
Häufig liegt es dabei jedoch am Projekt: Ein filigranes Fensterbild verlangt schließlich andere
Fähigkeiten als das Bekleben einer großen Pappfläche. Für Geschwister unterschiedlichen
Alters ist deshalb eine gemeinsame Grundidee zu empfehlen, bei der jedes Kind
selbstständig anfangen und nach den eigenen Vorstellungen weiterarbeiten darf.

Eine Idee, verschiedene Aufgaben


Wählt zuerst ein übergeordnetes Thema aus, wie zum Beispiel Tiere. Daraus entstehen dann
verschiedene Bilder oder kleine Figuren, ohne dass alle dieselbe Vorlage abarbeiten
müssen.
Besteht im Umgang mit der Schere noch Unsicherheit, können Papierstücke für ein Fell oder
Gefieder auch abgerissen werden. Geübtere Kinder zeichnen ihren Tierkörper schon selbst,
schneiden ihn aus und falten vielleicht noch zusätzliche Flügel aus Papier.
Bereitet nur das vor, was die Jüngeren noch nicht allein schaffen, etwa einen stabilen
Pappkörper. Die Gestaltung bleibt ihnen selbst überlassen. Für die Größeren werden
zusätzliche Materialien bereitgelegt, aus denen sie auch einen Hintergrund oder eine
Behausung bauen können.
Auch Keramik zu bemalen kann unterschiedlich anspruchsvoll angegangen werden: Auf
einer kleinen Vase reichen zunächst farbige Punkte. Ältere Kinder können Blätter ergänzen
oder ein durchgehendes Muster malen.
Achtet auf Farben, die für das Alter der Kinder und die jeweilige Oberfläche geeignet sind.
Bei Geschirr sollten die Essflächen und Trinkränder frei bleiben, wenn die genutzten Farben
dafür nicht ausdrücklich zugelassen sind.

Material so zurechtlegen, dass alle weiterkommen

Jedes Kind bekommt zu Beginn eine eigene Unterlage und das Werkzeug, das es
tatsächlich braucht. Stellt die Farben in kleinen Portionen bereit und legt auch Lappen
griffbereit daneben.

Eine gemeinsame Schere für alle spart zwar Material, sorgt aber für Wartezeiten. Wenn ihr
links- und rechtshändige Kinder am Tisch sitzen habt, prüft vorher, ob für alle passende
Scheren vorhanden sind.
Testet an einem Reststück, ob der Kleber die vorgesehenen Materialien wirklich gut
verbindet. Dicke Pappe lässt sich außerdem nur schwer mit einer kleinen Kinderschere
schneiden. Dann könnt ihr entweder einen dünneren Karton wählen oder die Grundform
bereits vorbereiten. Kleinteile gehören unbedingt außer Reichweite von Kindern, die noch
Dinge in den Mund nehmen.

Nur bei den kniffligen Schritten helfen

Braucht ein Kind Unterstützung, fragt zunächst, wo genau es gerade hängt. Haltet
beispielsweise den Karton fest, während es selbst schneidet.
Übernehmt ihr sofort den ganzen Arbeitsschritt, bleibt ihm selbst nur noch wenig zu tun.
Auch das ältere Geschwisterkind sollte am eigenen Projekt weiterarbeiten dürfen, statt
ständig als zusätzliche Bastelhilfe einzuspringen.
Um ein gemeinsames Bild zu schaffen, gestaltet jedes Kind zunächst einen eigenen
Papierbogen. Die fertigen Teile legt ihr dann später zusammen und klebt sie auf einen
großen Hintergrund auf. So malt niemand versehentlich über die Zeichnung des anderen
oder löst schon aufgeklebte Elemente wieder ab.

Nicht alle müssen gleichzeitig fertig werden

Wer früher fertig ist, bekommt einen Platz zum Ablegen seines Werkes zugewiesen und darf
aufstehen. Haltet Papier für eine kleine Zeichnung bereit, falls das Kind weiter am Tisch
bleiben möchte. Das Ende der Bastelzeit sollte rechtzeitig angekündigt werden, damit
aufwändigere Arbeiten noch einen sinnvollen Zwischenstand erreichen.
Räumt noch feuchte Arbeiten auf ein Tablett, bevor die Unterlagen weggenommen werden.
Müssen die Farben im Backofen fixiert werden, übernehmen die Erwachsenen diesen
Schritt.


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