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Der kinderfreundliche Garten – ein Paradies für die Familie

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Backefix
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Wer einen Garten sein Eigen nennt, kann sich glücklich schätzen! Er ist nicht nur im Sommer ein kleines Paradies für die ganze Familie, sondern eignet sich auch, um bunte Blätter zu sammeln, einen Schneemann zu bauen oder ein kleines Beet anzulegen, in dem die Kinder selbst einfache Gemüse wie Karotten oder Zuckererbsen anbauen können.

Es ist im Grunde gleichgültig, wie klein oder groß der Garten ist, weil sich ein Garten jeder Größe kindgerecht einrichten lässt. Man muss eben nur einige Regeln beachten und auch ein paar Vorstellungen loslassen! Die erste und grundlegende Regel für einen echten Familiengarten ist, eure Erwartungen zu lockern. Kinder werden in einer sicheren Umgebung gedeihen, die Freiheit zum Erkunden und Experimentieren bietet.

Der Garten soll ein Spielplatz sein, gleichzeitig aber schön anzusehen und voller teurer exotischer Pflanzen? Wenn der Nachwuchs mit seinen Freunden Fußball spielt, könnte das zu einem Problem werden. Es gilt also, Zonen einzurichten, damit jedes Bedürfnis gestillt werden kann. Auch das Thema Sicherheit spielt eine große Rolle, denn wenn ihr ständig befürchten müsst, dass eurem kleinen Schatz etwas passiert, werdet ihr euch schlecht entspannen können.

Hier kommen also unsere wichtigsten Tipps und Inspirationen!

Erstellt eure persönliche Sicherheitsstrategie

Ihr werdet den Garten nicht genießen können, wenn ihr die Kinder immer beobachten müsst, während  sie spielen. Jeder hat unterschiedliche Erwartungen an die Sicherheit und die Kinder sind unterschiedlich alt, sodass die Lösung sehr individuell ist. Dies sind die Grundvoraussetzungen für einen sicheren, kinderfreundlichen Garten:

  1. Kein Wasser! Nicht einmal ein Trog oder ein tiefer Eimer, wenn unbeaufsichtigt darauf zugegriffen werden kann. Ein Kleinkind kann in ein paar Zentimetern Wasser ertrinken. Wenn ihr bereits einen Teich habt, können speziell angefertigte Sicherheitsgitter über dem Wasser verhindern, dass Kinder hineinfallen.
  2. Eindämmung. Eine Barriere hält verschiedene Bereiche des Gartens getrennt (insbesondere um zu verhindern, dass Kleinkinder auf die Straße entkommen), aber es muss kein hässlicher Drahtzaun sein. Eine niedrige Hecke mit Draht dahinter, gewebte Haselruten, dichte Sträucher, ein Hoftor oder eine niedrige Mauer reichen aus.
  3. Weiche Landungen. Wenn es Möglichkeiten zum Klettern gibt, sorgt für einen weichen Untergrund. Rasen ist gut.
  4. Auf reizende oder giftige Pflanzen verzichten. Schwerwiegende Vergiftungen durch Pflanzen sind eher selten. Einige Gartenpflanzen stellen eine Gefahr dar, aber das Risiko schwerer Vergiftungen, Hautreaktionen oder Allergien ist im Allgemeinen gering. Dennoch solltet ihr wissen, was ihr genau im Garten zu stehen habt und neue Pflanzen erst einmal auf Sicherheit überprüfen. Entsprechende Informationen sind leicht zu finden! Es gibt auch sehr gute Apps, die eine mühelose Zuordnung ermöglichen. Dafür werden einfach ein bis mehrere Bilder gemacht und hochgeladen, schon erfährt man, welche Pflanze man vor sich hat und ob sie giftig ist.
  5. Solange die Kinder klein sind und durch den Garten krabbeln, haltet den Rasen und auch seine Kanten kurz! Ein guter Rasenmäher und Rasentrimmer sind hier Pflicht. Nur so könnt ihr vermeiden, dass euer Nachwuchs versehentlich eine Biene erwischt oder über ein unentdecktes Nest von Erdwespen krabbelt.

Entwerft einen kinderfreundlichen Garten in Zonen

Die meisten Erwachsenen möchten einen Bereich für sich selbst und einen Bereich für Kinder, insbesondere deren Spielgeräte. Denkt in konzentrischen Ringen darüber nach, die vom Haus ausgehen. Der erste Bereich sollte der sicherste sein – in der Nähe des Hauses, wo ihr sehr kleine Kinder deutlich sehen könnt, auch wenn ihr gerade nicht draußen seid, weil das Telefon geklingelt hat. Es mag zu diesem Zeitpunkt nicht so aussehen, aber die Kleinkindphase dauert nicht lange. Ein paar Jahre Plastikspielzeug auf der ganzen Terrasse werden sehr schnell vergehen.

Entwerft weiter draußen einen zweiten Bereich – für alle. Wenn ihr einen Bereich für Schaukeln, Rutschen oder Spielgeräte wünscht, die etwas vom Haus entfernt sind, macht es euch dort auch bequem. Fügt einen geschützten Platz, einen Pavillon oder einen bequemen Liegestuhl hinzu, auf dem ihr sitzen und ein heißes Getränk genießen, lesen und ein WLAN-Signal empfangen könnt.

In dieser zweiten Zone können die Kinder sich letztendlich mit ihren Freunden treffen, wenn sie etwas älter sind.

Wenn der Garten groß genug ist, könnt ihr auch eine dritte, wildere Zone einrichten, in der Kinder herumlaufen oder Ballspiele spielen können, wenn sie alt genug sind, um unbeaufsichtigt im Garten zu sein. Wenn ihr einen langen, schmalen Garten habt, kann ein dritter Bereich am Ende zum Sitzen oder ein Schuppen ein nützlicher Zufluchtsort für ältere Kinder und Jugendliche sein, um sich außerhalb des Hauses zu versammeln.

Welche kinderfreundlichen Spielgeräte kaufen?

Spielgeräte sind oft völlig unsympathisch für die Pläne des Stil liebenden Gärtners – hell, groß und aus Plastik. Naturholzoptionen sind teuer und müssen jährlich behandelt werden oder halten nicht, wenn sie billiger sind. Ein großer Kletterrahmen kann bei mehreren Hundert Euro beginnen und schnell teurer werden, insbesondere wenn ihr den Boden dafür ausgleichen und eine sichere Fallzone installieren möchtet. Schaukeln und kleine Häuser scheinen das Interesse der Kinder länger aufrechtzuerhalten als einige der komplexeren Optionen.

Kinder wachsen schnell aus teuren Geräten heraus. So ausgefallen die Struktur auch sein mag, Kinder werden schnell müde davon und langweilen sich. Sie mögen Wiederholungen, ändern sich aber auch. Schaut also voraus, wenn ihr plant, wofür ihr euer Budget ausgeben möchtet. Und ein kinderfreundlicher Garten muss nicht bedeuten, viel Geld für neue Geräte auszugeben, die bald weggeworfen werden.

Am besten investiert ihr in Spiele und Spielzeug, die im Freien verwendet werden können, z. B. in Ballspiele, Dreiräder usw., anstatt in Spielgeräte. Spielzeug – und alte Decken und Kissen, Gartenstühle und nicht sehr kostbares Picknickgeschirr – können vor dem Schlafengehen in einer wetterfesten Box oder in einem Schuppen aufbewahrt werden, um ersetzt zu werden, wenn Kinder aus ihnen herauswachsen.

Viel Spaß im Garten

Wenn ihr euren familienfreundlichen Garten gestaltet habt, dann spielt darin – bringt euren Kindern die Namen der einheimischen Vögel und Schmetterlinge bei und macht Bilder. Züchtet ein paar einfache Samen, pflanzt einen Apfelbaum in einen Topf oder macht eine Gänseblümchenkette. Kartoffeln im Kübel sind ein tolles Gartenprojekt, das lehrreich und spaßig zu gleich ist.

Die größte Investition, die ihr im kinderfreundlichen Garten tätigen könnt, ist die Zeit – eure eigene Zeit. In jungen Jahren wollen unsere Kinder einfach nur in unserer Nähe sein, lernen, wie man in der Welt existiert und sich sicher fühlt. Mit den Kindern im Garten zu sein, hilft euch und ihnen, die Verbindung zu ihm herzustellen und er wird so ein sicherer und angenehmer Ort.

Bilder im Text von: /https://pixabay.com/de/photos/kleines-mädchen-lese-garten-kinder-912380/ und https://pixabay.com/de/photos/stiefmütterchen-kind-kinderhände-2173208/


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